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«Farb(ge-)schichten und erotische Anmutung»

Birgitta Neulen und Irene Sagmeister sind die nächsten Kreativen, die im Richterswiler Atelier-Inspiration ihre Werke präsentieren. Am Freitag ist Vernissage, am Sonntag Apéro.

Von Bruno Füchslin

Die Künstlerin Birgitta Neulen ist gebürtige Deutsche und lebt seit 1998 in Zürich. Aufgewachsen ist sie in Namibia und Brasilien. Sie hat in ihrem Leben die ganze Welt entdeckt. Nach dem Abitur lernte sie Schneiderin in Aachen. Modedesign studierte sie in Paris, arbeitete in dieser Berufssparte in Paris, Düsseldorf, München, Berlin, Hongkong, Istanbul und Zürich für so renommierte Leute wie Yves Saint Laurent, Karl Lagerfeld, Issey Miyake und in Zürich bei Oscar Rom.
Die Welt der Kunst entdeckte Birgitta Neulen am Zürichsee, genauer in sich selbst. 2009/2010 absolvierte sie ein zweijähriges Studium der Malerei bei Professor Markus Lüpertz und erhielt den Akademiebrief. 2011 gründete ihre Klasse die internationale Künstlergruppe Breitengrad, mit der jährlich mindestens eine gemeinsame Ausstellung in verschiedenen Ländern organisiert wird. Ende 2012 beginnt Birgitta Neulen ein Aufbaustudium, den Meisterkurs bei Professor Markus Lüpertz.
Mit viel Intuition macht sie aus vielseitigen Farbschichten Farbgeschichten. Sie liebt klare, eindeutige Farbaussagen, keine blassen Bekenntnisse. Unmittelbarkeit und Emotionalität, intensive Momentaufnahmen und vor allem unerwartete farbliche Kontraste untermalen auch die figürlichen, auf ihr Wesentliches reduzierte Motive. Das Spiel mit Linien schafft Verbindungen zwischen Flächen und Räumen. Neulens Bilder strahlen Lebensfreude, Lust und positive Energie aus.
(Internet: www.birgittaneulen.com)

Starke Ausruckskraft
Irene Sagmeister schafft Bilder und Skulpturen eigener Prägung und Ausdruckskraft. In der gegenwärtigen Schaffensphase beschäftigt sich die Künstlerin intensiv mit sinnlichen Körperformen. Es entstehen Skulpturen mit erotischer Anmutung.
Aufwändig und individuell zugeschnittene Spiegelglasteile sind zentraler Bestandteil jeder Skulptur. Ihre eigene Handschrift hinterlässt die Künstlerin auch im Umgang mit Formen und Farben, die immer klar und kräftig sind und so einen unverfälschten Einblick in ihre sensible und fantasievolle Wesensart möglich machen.
Die Objekte von Irene Sagmeister leben. Jede kleine Veränderung im Umfeld, jeder Lichtwechsel führt zu neuen Formen und Aussagen. Feste Materie wird auf diese Art lebendig. Jedes Objekt ist ein Unikat, das durch das Spiel von Licht, Linien und Formen im Wechselspiel zum Standort seine Eigendynamik entwickelt.
Die Skulpturen und Bilder der Künstlerin bestehen aus klar definierten Gegenstandselementen. Die Zuordnung in das Umfeld der Pop Art ist für die meisten Betrachter zutreffend.
Das südländische Ambiente ihre Ateliers, fernab von Rummel und Hektik, das weiche, magische Licht in den Hügeln des Süd-Piemonts (I) inspiriert alle Sinne und setzt der Kreativität als Künstlerin keine Grenzen. (Internet: www.sagmeisterart.com


 

Vernissage: Freitag, 13. Januar, ab 18 Uhr (mit Anwesenheit der Künstlerinnen)

Apéro: Sonntag, 15. Januar, von 11 bis 15 Uhr (mit Anwesenheit der Künstlerinnen)

Ausstellung: von Freitag, 13. Januar, bis Freitag, 17. Februar 2012


Öffnungszeiten Atelier-Inspiration:

Mittwoch bis Freitag 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr

Samstag 10 bis 16 Uhr

Homepage: www.atelier-inspiration.ch

 
 

 

Definition des Begriffs "Vernissage"

Unter Vernissage (fr. vernis „Lack“, „Firnis“) versteht man die Eröffnung einer Kunstausstellung.

Ursprünglich firnissten die Künstler an einem solchen Anlass ihre Bilder, das heißt sie überzogen sie mit einem klaren Schutzlack. Damit schlossen sie ihre Arbeit ab, denn ein Weitermalen war jetzt praktisch unmöglich. Im Lauf der Zeit entstand der Brauch, diesen Abschluss der Arbeit mit einer kleinen, intimen Feier – etwa im Kreise von Freunden und Auftraggebern – zu würdigen, die einer etwaigen, förmlicheren Ausstellungseröffnung mit größeren Publikum voranging.

Im Laufe der Zeit verschwanden dann die Unterschiede zwischen Vernissage und formeller Ausstellungseröffnung weitgehend.

Das feierliche Ende am letzten Tag einer Kunstausstellung nennt man Finissage, und bei größeren Kunstausstellungen kann es zur Halbzeit der Ausstellung auch eine Midissage geben.

Quelle Wikipedia

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