Marcel Reich ist 1970 in Chur geboren und im bündnerischen Trin aufgewachsen. Nach einem Vorkurs an der Kunstgewerbeschule St. Gallen absolvierte er die Grafikerausbildung in Chur und Zürich. Anschliessend arbeitete er während vier Jahren in Chur sowie ab 1995 in Zürich als freischaffender Künstler und Illustrator. Heute trifft man ihn am ehesten in seinem Atelier in Trin an.
In seiner bisherigen Zeit des freien Schaffens, wurde er auch mehrmals ausgezeichnet wie von der Zeitschrift "Werbe-Woche" für das Plakat "Hotel Davos Face", für das Plakat "Die Kurve" vom European Regional Design Award oder die Aufnahme in das erste Lexikon der zeitgenössischen Illustratoren und das dazugehörende Dokumentationszentrum in Bozen/Branzoll (Südtirol).
1991 nahm Marcel Reich an der Bündner Comics-Ausstellung im Jungendhaus Chur teil, wo seine Arbeiten neben Werken von H.R. Giger, Gaspare O. Melcher und Andrea Caprez ausgestellt wurden. 1993 fanden in der Galerie Planaterra in Chur zwei Einzelausstellungen mit Werken von Marcel Reich statt und im März 1996 wurden im Eisenwerk Frauenfeld zahlreiche seiner Gemälde und Zeichnungen gezeigt. Im September gleichen Jahres nahm er an der Gruppenausstellung junger Künstler in der Shedhalle der Landis & Gyr in Zug teil.
In seinen Werken präsentiert sich eine eindrückliche, menschliche Gefühlswelt. Im Zentrum seiner Arbeiten steht der Mensch, dessen physische Präsenz viel über seinen inneren Zustand erzählt. Mag sein, dass die Schattenseiten des Seins im Vordergrund stehen. Da werden Zorn, Wut, Bedrohung, Trauer, Gewalt und Resignation in kraftvollen Strichen zu Bildern. Aber Schatten kann es nur dort geben, wo es auch Licht gibt und wo Böses ist, ist auch Gutes. Die Kraft seiner Kunst liegt darin, mit seiner einzigartigen Technik, diese Gegensätze zu zeigen und den Betrachter zu fordern.










